Das Ende 

Die Energie meiner Eltern hat sich also durchgesetzt, die Angst vor Gesundheit, die Angst vor meinen Fähigkeiten, die Angst vor allem, was nicht sein darf. Lange hatte ich durchgehalten und immer wieder einen neuen Anlauf genommen, doch die Kraft dafür gibt es nicht mehr.  Ich sehe zurück auf ein Leben, in dem ich mich nach Erfolg, Glück und Entspannung sehnte,  immer wieder zu viel versucht habe und immer wieder scheiterte oder aus Kraftmangel aufgeben musste. Wie ein offenes Buch liegt vor mir, warum ich alles mögliche unbedingt haben wollte bzw. anfing, und dann wurde es zur Last bzw. nie fertig.  Auch hilfreiche soziale Kontakte sollten offenbar nicht sein, und sowohl ich als auch mein Mann sind die letzten in der Familie. 

Was ich an Erkenntnissen gewonnen habe, stimmt wohl mehr oder weniger, da innere Teile oft nicht voneinander wissen, und manches stimmt vielleicht nicht, weil dieser Teil, der sich nicht zeigen wollte, (auch) dahintersteckte. Die Psychotherapien hätten vermutlich auch ohne den zuletzt gefundenen Teil mit der Elternenergie nicht gepasst, es war richtig, es mit Energetik und Arbeit mit inneren Teilen zu versuchen. Dass der Wunsch nach Befreiung meiner Fähigkeiten von diversen Blockaden dann nicht in Erfüllung ging, wo doch andere darüber berichteten, dass es bei ihnen so war .. .. wer konnte denn mit so was rechnen!  

Ich lebe nun in einem Haus mit einem Garten voller Schnecken und Wühlmäusen, der nie so wurde, wie ich es mir vorstellte, das Haus ist unpraktisch und wir haben es so ungeschickt eingerichtet, dass einige Winkel gar nicht, andere nur schwer zu putzen sind, und immer wieder ziehen Mäuse ein, laufen die Rohre der Zentralheizung entlang durch alle Räume, nagen sich durch alle Hindernisse, die wir eingebaut haben, und irgendwann gehen sie in die Falle .. .. oder auch nicht. 
Seit einigen Jahren ist auch die ca. 500 m entfernte Bahnstation weg, weil die Bahnlinie aufgelassen wurde. Es gibt eine neue Bahnlinie mit einem neuen Bahnhof, dorthin ist es, über Feldwege,  etwas zu weit für mich. Ich bin also darauf angewiesen, zum Bahnhof gefahren zu werden. 

Die Nahrungsmittelunverträglichkeiten sind im Laufe der Jahre extrem geworden, wegen E-Smog-Empfindlichkeit muss ich hinter abgeschirmten Wänden leben, in den Garten kann ich nur mit Abschirmgewand. Züge sind inzwischen alle mit starkem WLAN augestattet, längere Fahrten sind so auch nicht mehr möglich. Während ich in jungen Jahren mich mit meinem Mann wohlfühlte, hat sich eine Empfindlichkeit gegen seine Energieschwingung und gewisse Geräusche entwickelt, sodass das Zusammenleben äußerst schwierig wurde. 
Dazu kommt, dass ich so ungefähr jede Stunde essen muss, wobei das Hungergefühl entweder nicht verschwindet oder ich extrem müde werde. Der ganze Körper fühlt sich unterversorgt an, besonders das Gehirn. So ist es natürlich auch nicht mehr möglich zu verreisen, was schon bislang schwierig war: unser Wohnmobilchen musste mit verträglicher Nahrung gefüllt werden, E-Smog-freie Campingplätze gesucht, die Besichtigungen durften nicht zu anstrengend sein. Nun ist also auch damit Schluss, diese Erkenntnis war der letzte Schock, der mich noch durchrüttelte, und seither ist es ganz schlimm. 

Die Hilfe eines Antidepressivums wurde empfohlen, der erste Versuch dauerte nur 3 Tage, dann war mir so elend, dass ich kaum aufstehen konnte. 10 Tage hätte ich durchhalten müssen, dann würde das abklingen, erfuhr ich von der Psychiaterin.  Ich probiere es lieber mal mit einem anderen.
Und wenn es klappt, wenn ich mehr Energie habe .. .. was mache ich dann? Reise wird es keine mehr geben (mein Mann ist auch nicht mehr fit genug), somit auch keine Planung und Nachbearbeitung, damit fällt viel Beschäftigung weg. Gartenarbeit geht maximal das halbe Jahr (1 - 2 Stunden am Tag), sonst habe ich nur mehr Haushalt, damit kann ich mich nun wirklich nicht den ganzen Tag beschäftigen. 
Welches Ergebnis einer langen Arbeit an den diversen Energien und mit diversen inneren Anteilen! Ja, ich kann jetzt einige wahrnehmen: Den, der mir so lange gesagt hatte, ich müsse durchhalten, weil noch was Wichtiges käme, und der jetzt keine Energie mehr investiert, weil das System ja sowieso sabotiert wird. Den, der meint, es sei egal, da wir ohnehin nicht mehr verreisen können. Und die Angst vor der Langeweile: Ich wache früh auf, spüre Druck / Schmerz in der Brust, dann breitet sich Schwäche lähmend  über den ganzen Körper aus. Mir graut vor allen Tagen, die noch kommen werden, es ist nicht nur Angst vor Langeweile, auch vor dem irgendwann nötigen Zahnarztbesuch und was sonst noch kommen könnte. Meine Seele will  angeblich noch einige Jahre hier bleiben - hat sie es auch so gewollt, dass das Leben derart abläuft und endet?

Stand April 2018

 

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